Panel-Recap vom Konradin RobotX-Forum (KROX26).
Wie KMU den Einstieg in die Automatisierung erfolgreich gestalten.
Robotik ist für viele KMU längst keine Frage des technisch Machbaren mehr. Die entscheidende Frage lautet: Lohnt sich die Investition — und wie gelingt es, aus einem Automatisierungsprojekt den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen?
Genau darum ging es in der Podiumsdiskussion: Welche Hürden bremsen mittelständische Unternehmen aus, welche Fehler wiederholen sich, und was machen erfolgreiche Robotik-Projekte anders?
Drei Faktoren entscheiden über den Erfolg
1. Wirtschaftlichkeit früh klären
Fehlende Fachkräfte und technisches Know-how sind relevante Hürden. Daneben bleibt aber einer der größten Bremsklötze die Unsicherheit über den Return-on-Investment. Eine von Universal Robots Ende 2024 veröffentlichte Befragung von 1.200 Herstellern in Europa und Nordamerika zeigte: Für 32 Prozent der Befragten ist ein unklarer ROI das größte Hindernis bei der Umsetzung von Automatisierungsprojekten.
Deshalb müssen Anforderungen, Lösungskonzept und Business Case frühzeitig zusammengebracht werden. Genau hier setzt auch IMPADY an: Anbieter und Anwender können gemeinschaftlich den wirtschaftlichen Nutzen von Automatisierungslösungen strukturiert erfassen, Business Cases erstellen und miteinander vergleichen.
2. Automation First — ganzheitlich denken
Erfolgreiche Unternehmen fragen bei einem Prozessschritt zuerst: Wie lässt sich dieser automatisieren oder der benötigte Personaleinsatz reduzieren? Danach muss das Projekt jedoch technisch, wirtschaftlich und organisatorisch bewertet werden.
Denn häufig scheitern Projekte nicht an der Technik, sondern an unausgesprochenen Erwartungen. Mitarbeiter, Geschäftsführung, Einkauf, Finanzabteilung und angrenzende Bereiche müssen deshalb frühzeitig mitgenommen werden. Nicht, indem jeder in jedem Meeting sitzt, sondern durch zielgruppengerechte Kommunikation und durch eine klare Antwort auf die Frage: Welchen konkreten Nutzen bringt uns das Projekt?
3. Der Use Case bestimmt den Roboter — nicht umgekehrt
Cobots haben die Einstiegshürde in die Robotik deutlich gesenkt: Sie sind leichtgewichtiger und einfacher zu programmieren. Trotzdem ist der Cobot nicht automatisch die richtige Lösung. Entscheidend bleibt die konkrete Anwendung. Auch die Frage, ab welcher Betriebsgröße oder Stückzahl sich ein Einstieg rechnet, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten, sondern muss von Fall zu Fall betrachtet werden.
Robotik wird einfacher und erschwinglicher
In den kommenden Jahren dürfte Robotik noch modularer und flexibler werden. KI wird die Bedienung vereinfachen, natürliche Sprache wird vermutlich klassische Programmierung ersetzen, und vortrainierte „Skills“ könnten sich künftig ähnlich wie Softwaremodule für unterschiedliche Aufgaben einsetzen lassen.
Parallel entstehen flexiblere Finanzierungsmodelle wie Leasing oder Robot-as-a-Service. Gerade bei schwankender Auslastung können sie die Investitionshürden senken. Doch auch hier gilt: Voraussetzung ist ein transparenter Business Case, der Kapitalrisiko, Nutzen und erwarteten Cashflow sichtbar macht.
Für KMU ohne eigene Automatisierungsabteilung bedeutet das nicht, dass sie den Weg allein gehen müssen. Technologiepartner und Institute wie das Fraunhofer IPA sowie Netzwerke wie der Deutsche Robotik Verband können von der Prozessanalyse über die Umsetzung bis zu Förderung und Finanzierung unterstützen.
Die entscheidende Frage für Geschäftsführer lautet deshalb weniger: „Sollten wir automatisieren?“ — sondern vielmehr: „Können wir es uns leisten, es nicht zu tun?“
Genau dafür ist das Framework gebaut
Alle drei Muster des Panels — Anwendungsfall, Business Case, Kompetenzaufbau — spiegeln sich im Robotics Impact Framework von IMPADY wider. Ziel ist, aus den wiederkehrenden Erfolgsmustern eine wiederholbare Systematik für Systemintegratoren und Sondermaschinenbauer zu machen. Für einen ersten Eindruck am eigenen Projekt gibt es 14 Tage kostenlosen Test-Zugang.
Panel-Programm bei Automationspraxis →
Weiterlesen
Wie IMPADY die Erfolgsmuster in eine Methodik überführt hat: Robotics Impact Framework — vorgestellt bei der all about automation.